Die Geschichte des Deutschen Ritterorden St. Georg e. V.

Der Stand der Ordensritter entwickelte sich im Mittel­alter im Anschluss an die Kreuz­züge als Reaktion auf eine un­erträg­liche Situation in­folge politischer Kon­flikte im ei­genen Land wie zwischen Orient und Okzident, un­sichere wirt­schaft­liche Lage mit nach­folgendem Elend in allen Bevölkerungs­schichten, Un­mensch­lichkeit, und Verderbt­heit von Geist und Sitten. Die Orden­sritter wollten die Ver­wirrungen ihrer Zeit durch humani­täres Wirken ver­ringern
Diese Arbeit setzt sich fort bis in unsere Zeit, in der auch Werte in Frage gestellt werden, kaum mehr Vor­bilder und Ideale bestehen und Mit­mensch­lich­keit und Auf­einander­zugehen mehr und mehr von Egoismen ver­drängt werden. Die vernetzte Ge­sellschaft "chattet" über Tastatur, Maus und Daten­auto­bahn, wo früher das persönliche Ge­spräch half, Einsam­keit und Probleme zu ver­meiden oder abzu­bauen und man Geborgen­heit in der Gemein­schaft fand. Statt dessen haben wir Verrohung, In­toleranz, Menschen­verachtung und Rassen­hass zu beklagen.

Ordensritter sehen ihre Aufgabe darin, dem durch bewusstes Leben ritter­licher Tugenden in zeit­gemäßem Ver­ständnis zu begegnen.
Der St. Georg-Orden stützt sich dabei auf den Märtyrer St. Georg, dessen Name im 6. Jahr­hundert be­kannt und der in Rom bis gegen Ende des 7. Jahr­hunderts verehrt wurde. Ge­schicht­liche Wahr­heit und Legende ver­mengten sich zum Bild des "Drachen­tötenden Ritters". Die Kreuz­ritter in Lydia erwählten ihn zu ihrem Schutz­patron, auch Richard Löwen­herz von England stellte sich unter seinen besonderen Schutz.
Im 11. Jahrhundert wurde unser Or­den als mili­tärischer Ritter­orden ge­gründet. Otto III. und Eckhardt, Herzöge aus Bayern hatten ihn als Schutz­patron gewählt und führten das Georgs-Kreuz auf Brust und Schild. Kaiser Maxi­milian I. stiftete einen St. Georg-Orden, Kaiser Karl VII. er­neuerte ihn und Papst Benedikt XIV. be­stätigte ihn mit Pri­vilegien und Indulten
1729 hat ihn Kurfürst Karl-Albrecht mit seiner Unter­schrift im Ordens­buch wieder in Kraft ge­setzt. 1769 stiftete Zarin Katharina II. eine Ordens­aus­zeich­nung als St. Georg-Ritter; dies war eine der höchsten Aus­zeich­nungen in Russ­land. 1772 wurde der Orden wie alle Ritter­orden in der Säkular­isation in einen Laien­orden um­ge­wandelt, der 1778 von Karl Theodor von der Pfalz be­stätigt wurde. Ernst August, König von Hannover und Eng­land, stiftete 1879 eben­falls als Haus- und Verdienst­orden St. Georg mit der Um­schrift "numquam retrorsum - niemals zurück".